Dytan AG: Dynamik über den Abbruch hinaus

In den 1980er-Jahren war die Dytan AG der grösste private Arbeitgeber in Horw. Rund 120 Mitarbeitende entwarfen und bauten Krane und Hebevorrichtungen, Stahlbauten und Spezialmaschinen. Die Konstruktionen des Unternehmens wurden in die ganze Welt exportiert. Das Dytan-Areal befand sich zwischen Allmendstrasse und Bahnlinie nördlich des Bahnhofs.

Kollegial und familiär

Max Hodel erlebte die Entwicklung und Boomjahre des Unternehmens aus zwei Perspektiven. 1972 beendete er seine Lehre bei Dytan und arbeitete dort einige Jahre als Stahlbau-zeichner. Nach mehreren Jahren bei einem Mitbewerber kam er Anfang der 1980er-Jahre zurück zu Dytan und war rund sieben Jahre im Einkauf tätig. «Dytan hatte einen guten Ruf in der Branche und einen grossen Stellenwert in Horw», erinnert sich Max Hodel. «Es war ein gut geführtes Unternehmen mit einer hohen Wertschätzung gegenüber uns Angestellten. Wir erhielten regelmässig kleine Geschenke und machten Ausflüge. Es herrschte eine familiäre Atmosphäre.»

Dytan-Areal wird Wohnquartier

Dytan entwickelte sich in der Folge zum grössten Schweizer Kranbauer. 1996 schlossen sich die Dytan AG und Marti Technologie zur Marti Dytan AG zusammen. 2016 übernahm das neue Unternehmen den Konkurrenten Brun Mech AG und gab den Standort Horw auf. Heute lebt die Dytan AG in der Brun Marti Dytan AG mit Sitz in Nebikon weiter. Die Werksgebäude auf dem Dytan-Areal in Horw wurden 2018 abgerissen. Als Teil des Projekts «Horw Mitte» entstehen auf dem ehemaligen Industrieareal rund 140 Wohnungen.