Frauengemeinschaft: Oase im Alltag

Damals – im Januar 1878 – wurde die «Bruderschaft der Mütter von Horw» gegründet. Schon sehr lange vor der Einführung des Frauenstimmrechts fanden unsere Gross- und Urgrossmütter eine Gruppe, die es ihnen ermöglichte, ab und zu die eigenen vier Wände zu verlassen und mit Gleichgesinnten Erfahrungen aus dem Familienalltag auszutauschen. Hier erlebten sie, dass Frauen in Kursen und Vorträgen gefördert wurden. Wissen, welches ihnen sonst nur schwer zugänglich war.

Vorstandsmitglieder 2019 (von links): Sandra Studhalter, Roland Wermuth (Präses), Paula Triponez, Clara Buholzer, Astrid Bächler, Astrid Stalder (Präsidium), Moni Hönger. Es fehlt: Sibylle Schürmann.

Angebote für alle Generationen

Heute – da gehört professionelle Bildung längst zum Alltag. Einige Anliegen des «Frauen- und Müttervereins», so der Name später, sind gesellschaftlich und kirchlich verwirklicht worden. Hierfür sind die Frauen nicht mehr auf die heutige «Frauengemeinschaft» angewiesen. Der Spagat zwischen Beruf und Familie ist eine grosse Herausforderung, welche eine aktive Teilnahme am Vereinsleben eher erschwert. Und doch zählt der Verein auch nach über 140 Jahren zu den grössten in Horw. Weltliche Angebote für alle Generationen gehören ebenso zum Angebot wie spirituelle. Ein eigener Fonds unterstützt Frauen in Not, und mit der Bewirtschaftung eines Bücherschranks leisten wir einen Beitrag für Frau und Mann. Die Frauengemeinschaft versteht sich, damals wie heute, als eine Oase im Alltag.

Astrid Stalder, Vorstand Frauengemeinschaft Horw