Sportanlage Seefeld: Von der Feuchtwiese zum Kunstrasen

Sportanlage Seefeld während der Bauphase, 1985.
Sportanlage Seefeld während der Bauphase, 1985.

Der FC Horw hatte 1983 bereits zehn Mannschaften. Mehr durften es gar nicht sein, denn es fehlte der Platz. Zudem stand im Steinibachried nur ein schlecht entwässertes und daher oft unbespielbares Rasenfeld zur Verfügung. Mehr noch: Es fehlte eine eigentliche Gemeindesportanlage, die seit 1971 auf politischem Weg eingefordert wurde. Diese sollte auch das Manko an Schulsportanlagen lindern und Sportvereinen mehr Möglichkeiten bieten. «Die heutigen Verhältnisse sind nicht befriedigend und auf die Dauer nicht tragbar», schrieb der Gemeinderat 1983 und erhielt vom Einwohnerrat grünes Licht für die weitere Planung und schliesslich für die Umsetzung. Ein erstes Projekt im Felmis wurde von der Stimmbevölkerung 1978 abgelehnt.

Arbeiterbaracken werden Garderoben

Die Sportanlage im Seefeld wurde in den Jahren 1985 und 1986 gebaut und im Oktober 1986 in Betrieb genommen. Für den Bau waren umfangreiche Landabtausche notwendig. Zudem mussten auf dem Campingplatz der Kiosk sowie die WC- und Waschanlagen verlegt werden. Es entstand eine umfassende Fussball- und Leichtathletikanlage, unter anderem mit einer 400-Meter-Rundbahn, in deren Innerem ein neues Rasenspielfeld entstand. In alten Baracken, die einer Baufirma als Unterkünfte für ihre Arbeiter gedient hatten, wurden provisorisch Garderoben eingerichtet. Gleichzeitig wurde das Garderobengebäude des FC Horw saniert, das der Club 1960 in Fronarbeit erstellt hatte.

Sanierung und Erweiterung

Knapp 20 Jahre später sollte die Anlage sa­niert und erweitert werden. Dazu gehörten der Bau eines Allwetterplatzes, der bereits in den 1980er-Jahren ein Thema gewesen war, eine Beachvolley-Anlage sowie neue Garderobenanlagen. Die Provisorien waren bald 20 Jahre in Betrieb und in schlechtem Zustand. Im Mai 2005 fiel der Startschuss für das 8-Millionen-Vorhaben zur Sanierung und Erweiterung der Sportanlage Seefeld. Im selben Jahr wurden nach diversen Vor- und Abbrucharbeiten das Kunstrasen-Fussballtrainingsfeld sowie das Doppel-Beachvolleyfeld gebaut und in Betrieb genommen. Im Spätherbst 2005 begannen die Bauarbeiten für das Garderobengebäude. Im Oktober 2006 wurde das Klublokal (Wolfshütte – benannt nach Ex-Nationaltrainer Paul Wolfisberg) für den eigenen Innenausbau dem FC Horw übergeben. Das Einweihungsfest im Juli 2007 dauerte drei Tage. Unter anderem fanden Rockkonzerte statt und der FC Luzern spielte gegen den FC Basel.

Alex Haggenmüller, ehemaliger Gemeindepräsident (1987 – 2006)