Geschützt und bedrängt

1963 unternahm der Horwer Gemeinderat erste Anstrengungen, um das Steinibachried in der Horwer Bucht als Naturschutzgebiet zu erhalten. 1972 erliess der Luzerner Regierungsrat über das Gebiet eine Schutzverordnung.

Von nationaler Bedeutung

Das Gebiet ist heute als Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung geschützt. Die unterschiedlichen Lebensräume des Steinibachriedes mit Grossseggenried, Zwischenmoor, Hochstaudenflur und Flachwasserzone mit dem Schilfgürtel bieten Nahrungs- und Lebensgrundlage für eine grosse Vielfalt von Arten – unter anderem für 200 Vogelarten, die hier leben, brüten oder rasten. Hier finden auch rund 350 Käferarten ihren Lebensraum. Im ausgedehnten Flachwasserbereich laichen neben anderen Fisch­ arten auch Hechte und Weissfische. Das Steinibachried beherbergt seltene und gefährdete Arten wie den Teich- oder Fadenmolch oder Pflanzen wie das zierliche Wollgras. Ein Schutz- und Pflegekonzept bildet die Grundlage für Pflegearbeiten.

Das Steinibachried ist das grösste Ried am Vierwaldstättersee.
Mit 8,4 Hektaren ist das Steinibachried das grösste Ried am Vierwaldstättersee und gilt als Flachmoor von nationaler Bedeutung.

Starker Nutzungsdruck

Das Schutzgebiet ist einem starken Nut­zungsdruck ausgesetzt: Das Seebad, der Campingplatz, die Sport- und Leichtathletik­ anlage, Wohngebiete und die Winkelstrasse umsäumen das Steinibachried.

Gwen Bessire, Ressortleiterin Natur- und Umweltschutz Gemeinde Horw