Stiftung Brändi: Alles begann in einem kleinen Pavillon

Auf dem Grundstück des Blindenheims Horw steht ein Pavillon. Darin betreuen zwei Gruppenleiter 12 Menschen mit einer Behinderung. So begann 1968 die Geschichte der Stiftung Brändi. Nur ein Jahr später war die Werkstätte bereits überbelegt. 1973 bewilligte der Grosse Rat des Kantons Luzern den Ausbau des Arbeitszentrums mit Wohnheim in Horw auf 180 Arbeits- und Eingliederungsplätze und 80 Wohnplätze. 1976 eröffnete die Stiftung Brändi in Horw ihr erstes Wohnhaus.

Die Ausbildung von Menschen mit Behinderung hat bei der Stiftung Brändi eine lange Tradition.

Einer der grössten Arbeitgeber

Heute ist die Stiftung Brändi im Kanton Luzern an neun Standorten vertreten und ein leistungsfähiger Industriebetrieb, der im internationalen Markt besteht. Für 220 Lernende ist sie ein Ausbildungszentrum. Die Stiftung Brändi betreibt drei Shops, eine Gärtnerei und drei Restaurants. In sechs Wohnhäusern wohnen 340 behinderte Menschen. Mit einer Belegschaft von 1’800 Personen ist die Stiftung Brändi einer der grössten Arbeitgeber in der Zentralschweiz.

Woher kommt der Name «Brändi»?

Der mittlerweile kantonsweit bekannte Name «Brändi» hat mit den Anfängen der Stiftung in Horw zu tun. Das Grundstück, auf dem die Gebäude der Stiftung Brändi in Horw stehen, hatte den Flurnamen «Brändi». Bei «Brändi» handelt es sich um eine Weiterbildung des Worts «Brand», und zwar im Sinne von «Stelle, die durch Brandrodung urbar gemacht wurde». Auch für den Namen «Brändi» in Horw geht das Schweizerische Idiotikon davon aus, dass sich der Begriff auf brandgerodetes Gelände bezieht. Diese Rodungsart war besonders vom ausgehenden Mittelalter bis in die frühe Neuzeit hinein verbreitet.