«Dem Frieden zum Schutz, dem Feind zum Trutz»

Nach dem Rückzug der französisch-napoleonischen Truppen und im Nachgang zum Wiener Kongress 1815 erstarkte in der damaligen Schweiz das Nationalbewusstsein. Gleichzeitig erwachte auch der Wehrwille wieder. Mit dem Erlass des Militär-Reglements schuf die Tagsatzung 1817 die Grundlage für die ausserdienstlichen Schiessübungen der wehrpflichtigen Milizsoldaten. 1824 wurde der Schweizer Schützenverein gegründet, der heute Schweizer Schiesssportverband heisst. In dieser Zeit entstanden auch zahlreiche lokale Schützenvereine. Sie alle hatten zum Ziel, die Schiesstüchtigkeit im Interesse der Landesverteidigung zu fördern und die vaterländische Gesinnung zu pflegen.

Umzug durch Horw anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Winterschiessens der Pilatussektionen um 1960.

Ältester Horwer Verein

Die Feldschützengesellschaft Horw wurde ebenfalls 1824 gegründet, und zwar als Schützengesellschaft Horw. Sie ist damit der älteste Horwer Verein. Während den ersten Jahrzehnten schossen die Mitglieder noch im Dorf aus der Schützenlaube des Restaurants Rössli Richtung Herrenwald und im «Moosmattli» auf der Halbinsel. Von 1907 bis 1993 wurden die Schiessen im Schiessstand «Kirchfeld» abgehalten. Nach einem kurzen Gastrecht auf den Schiessanlagen der Luzerner Allmend üben die Feldschützen ihren Sport seit 2004 auf der regionalen Schiessanlage Stalden in Kriens aus.

Trend zu sportlichem Schiessen

Die ersten rund 150 Jahre der Vereinsgeschichte waren stark vom militärischen Schiessen geprägt. In jüngster Zeit steht eher das sportliche Schiessen im Vordergrund, was dem nationalen Trend entspricht. Im Auftrag des Bundes organisiert die Feldschützengesellschaft Horw nach wie vor die militärischen Schiessen, das Obligatorische und das Feldschiessen sowie die Jungschützenkurse. Ergänzend dazu wird Sportinteressierten ein breit gefächertes Jahresprogramm angeboten. Als Vereinslokal dient den Schützinnen und Schützen noch immer die gemütliche Schützenstube im alten Schützenhaus «Kirchfeld».

Hans-Ruedi Jung, Präsident Feldschützengesellschaft Horw

Am Jungschützenkurs wird Schützen-Know-how von einer Generation an die nächste weitergegeben.