Optimales Mikroklima für Rebberge

Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wuchsen zwischen Langensand und Bachtel Reben, aus denen Wein gekeltert wurde. Der erste Weinberg Horws soll sich aber beim Steinbruch im Winkel befunden haben. Auf der Halbinsel herrschte allerdings bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts die Obstkultur vor, dann wurde sie in einzelnen Gebieten durch den Weinbau ersetzt.

Weingut Rosenau

1963 liess Fritz Rieder auf dem Gelände der damaligen Gärtnerei als zweiten Rebberg im Kanton Luzern eine Hektare Rebstöcke der Sorten Pinot Noir und Riesling-Silvaner pflanzen. Der junge gelernte Winzer Toni Ottiger konnte den Rebberg im Jahr 1981 pachten. Die Rosenauer Trauben wurden damals in Gelfingen gekeltert, denn dort hatte Toni Ottiger bis 1999 eine zweite Hektare Rebland und einen Keller gepachtet.

Ausbau des Rebbergs

Der Verkauf der Rosenauer Weine fand im hellroten Haus über dem Rebberg statt, wo Toni Ottiger mit seiner Familie fast 30 Jahre wohnte. Nach und nach konnte er Land dazu pachten und den Rebberg auf etwas über 7 Hektaren vergrössern. Dank strenger Ertragsregulierung und einer sorgfältigen Kelterung erlangten die Weine über die Region hinaus eine gewisse Bekanntheit. Im Jahre 2000 wurden die Räume der Mosterei Rüttimann in St. Niklausen gemietet und zur Kelterei umgebaut. Der Verkauf der Weine findet seit 2010 in der Spissen-Scheune statt.

Rebberg Sonnenrain

Neben dem Weingut Rosenau hat es im Gebiet Niederrüti einen weiteren Rebberg, der von Heidi und Walter Deschwanden bewirtschaftet wird. Der Rebberg Sonnenrain besteht seit 2011 und ist 104 Aren gross. Hier werden Gamaret und Riesling-Silvaner gekeltert.

Ursula Rohrer Ottiger, Weinbau Ottiger, und Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw

Die Familie Ottiger lebte fast 30 Jahre im hellroten Haus über dem Rebberg.