{"id":2486,"date":"2023-03-22T16:07:07","date_gmt":"2023-03-22T16:07:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/?page_id=2486"},"modified":"2023-04-28T13:36:45","modified_gmt":"2023-04-28T13:36:45","slug":"oasen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/das-buch\/oasen\/","title":{"rendered":"Oasen"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Horwer Halbinsel: Leben f\u00fcr das gr\u00fcne Juwel<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Halbinsel ist eine gr\u00fcne Oase. Wiesen und W\u00e4lder pr\u00e4gen das Landschaftsbild. Das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wenig fehlte und die Halbinsel h\u00e4tte heute das Gesicht der Z\u00fcrcher Goldk\u00fcste. H\u00e4tte. Der Verein Pro Halbinsel opponierte mit Erfolg und tut es heute noch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWohnraum f\u00fcr 39&#8217;000 Einwohner!\u00bb So lautete die Vision des Gemeinderates. Sie war im ersten Bau- und Zonenreglement 1969 festgehalten. Das Reglement sah einen Bauzoneng\u00fcrtel von 200 bis 500 Metern Breite ent\u00adlang des ganzen Seeufers vor, der mittels einer H\u00f6henstrasse h\u00e4tte erschlossen werden sollen. H\u00e4tte, denn dazu ist es nie gekommen, obwohl die Horwer Stimmb\u00fcrger dem Reglement am 1. Juni 1969 zugestimmt hatten.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p><strong>Die Halbinsel ist eine gr\u00fcne Oase. Wiesen und W\u00e4lder pr\u00e4gen das Landschaftsbild. Das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wenig fehlte und die Halbinsel h\u00e4tte heute das Gesicht der Z\u00fcrcher Goldk\u00fcste. H\u00e4tte. Der Verein Pro Halbinsel opponierte mit Erfolg und tut es heute noch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abWohnraum f\u00fcr 39&#8217;000 Einwohner!\u00bb So lautete die Vision des Gemeinderates. Sie war im ersten Bau- und Zonenreglement 1969 festgehalten. Das Reglement sah einen Bauzoneng\u00fcrtel von 200 bis 500 Metern Breite ent\u00adlang des ganzen Seeufers vor, der mittels einer H\u00f6henstrasse h\u00e4tte erschlossen werden sollen. H\u00e4tte, denn dazu ist es nie gekommen, obwohl die Horwer Stimmb\u00fcrger dem Reglement am 1. Juni 1969 zugestimmt hatten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"2198\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2198\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385-800x534.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Gaechter_IMG_3385.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ren\u00e9 G\u00e4chter wirkt seit 1987 im Vorstand Pro Halb\u00adinsel mit und \u00fcbernahm 2003 das Pr\u00e4sidium.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"710\" data-id=\"2207\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-1024x710.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2207\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-300x208.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-768x532.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-1536x1064.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried-800x554.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Horwer-Ried.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Steinibachried mit vorgesehener Bauzone und der geplanten Verl\u00e4ngerung der Seestrasse durch das Ried von 1969. Auf den Hangliegenschaften \u00fcber dem Winkel waren rund 150 Wohneinheiten geplant.<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Linie 21: Ortsverein pr\u00e4gt Halbinsel<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Verein, der die Halbinsel wesentlich mitgepr\u00e4gt hat, ist der Ortsverein Kastanienbaum\/St. Niklausen. Der Verein wurde 1936 als Verkehrsverein Kastanienbaum\/St. Niklausen gegr\u00fcndet und hatte zum Ziel, die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Hotels auf der Halbinsel gegen\u00fcber der Gemeinde Horw zu vertreten. Der Verein setzte sich unter anderem f\u00fcr die Anbindung an den \u00f6ffentlichen Verkehr ein. Der erste Bus der Linie 21 fuhr 1959 ab der Wartegg nach Kastanienbaum. <\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Anf\u00e4nglich verkehrten die Busse noch ohne Takt und nur neun Mal am Tag. F\u00fcr den Busbetrieb war die Gemeinde Horw selber zust\u00e4ndig. 2007 wurde die Konzession an die VBL abgetreten. Der Verein erreichte auch, dass die Halbinsel eine eigene Schule und Kirche erhielt. Die Bruderklausenkirche in Kastanienbaum wurde 1962 eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<p>1977 setzte sich der Verkehrsverein Kastanienbaum\/St. Niklausen zusammen mit der Gemeinde Horw, der Kurtaxenkommission und dem Verkehrsverein Horw f\u00fcr die Erhaltung der Dampfschiffe ein. Am 4. Juni 1977 wurde beim Hotel Kastanienbaum ein Volksfest organisiert. Der Dampfschiffgesellschaft wurde ein Aktienbetrag von 86&#8217;000 Franken \u00fcbergeben. Die Einwohnergemeinde selbst hatte f\u00fcr 10&#8217;000 Franken Aktien gezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"676\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-1024x676.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2186\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-1024x676.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-768x507.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-1536x1015.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie-800x528.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Eroeffnungsfahrt_Buslinie.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Er\u00f6ffnungsfahrt der Linie 21 vom 5. Dezember 1959.<\/figcaption><\/figure>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie Kastanienbaum zu seinem Namen kam<\/h2>\n\n\n\n<p>Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert war die Edelkastanie rund um den Vierwaldst\u00e4ttersee ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Davon zeugen letzte Reste von Kastanienhainen und alte Bezeichnungen wie Chesteneweid, Chestenenw\u00e4ldli oder eben Kastanienbaum. Dieser Ortsname wird 1434 das erste Mal erw\u00e4hnt, was auf eine starke Verbreitung der Edelkastanie auf der Horwer Halbinsel zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Wie die Edelkastanie auf die Halbinsel kam und Kastanienbaum den Namen gab, erz\u00e4hlt die Sage von Kastanienbaum.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Sage<\/h3>\n\n\n\n<p>Vor vielen Jahren wanderten zwei m\u00fcde Italiener Richtung Luzern. Bei einer Bauernfrau baten sie um Obdach und Labung, die ihnen gew\u00e4hrt wurden. Zum Dank schenkten die beiden Wanderer der Frau vor ihrem Weggang zwei echte Kastanien, wie sie in ihrer Heimat wachsen. Z\u00f6gernd nahm die Frau die unbekannten, stacheligen Fr\u00fcchte entgegen, um sie sp\u00e4ter in das fruchtbare Erdreich zu versenken. Und siehe da, aus den Fr\u00fcchten aus heisseren Zonen entstanden Kastanienb\u00e4ume. Die Landbewohner pflanzten immer mehr Kastanienb\u00e4ume und gaben ihrer engeren Heimat den Namen Kastanienbaum. Von der Gastlichkeit der Bauernfrau ist ebenfalls etwas h\u00e4ngen geblieben, denn in Kastanienbaum ist gut sein!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Renaissance der Kastanie<\/h3>\n\n\n\n<p>Noch um 1900 waren auf der Horwer Halbinsel ganze Kastanienhaine anzutreffen. Heute sind nur noch wenige Kastanienb\u00e4ume vorhanden. In Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Kastanie Zentralschweiz erlebt die Edelkastanie eine Renaissance. Im Gebiet Kr\u00e4merstein\/Utohorn wurde 2010 ein Kastanienhain mit \u00fcber 20 Kastanienb\u00e4umen realisiert. 2018 wurden am s\u00fcdlichen Rand des Dickiwaldes eine Kastanien\u00adallee sowie ein Kastanienhain neu angelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3331\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute-800x1067.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Wandbild_heute.jpg 1350w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Horwer K\u00fcnstler Marcel Nuber malte die Sage 1992 an das Geb\u00e4ude der EAWAG in Kastanienbaum.<\/figcaption><\/figure>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Villa Kr\u00e4merstein: Vom Verkehrshaus abgekauft<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Name \u00abkremenstein\u00bb tauchte bereits 1505 in den Ratsprotokollen von Luzern auf. Wie alt der Name ist und woher er stammt, ist nicht bekannt. M\u00f6glicherweise landeten hier im Mittelalter Boote mit Marktfahrern (Kr\u00e4mern) aus den \u00abL\u00e4nderen\u00bb am nahen \u00abFehristad\u00bb, um zu Fuss weiter nach Luzern zu gelangen, bevor sich die F\u00e4hrrechte der F\u00e4hrleute im Horwer Winkel etablierten.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"587\" data-id=\"2235\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-1024x587.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2235\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-1024x587.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-768x440.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-1536x881.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5-800x459.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kraemerstein_haus_am_see_gartnerhaus_1988_040_b5.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anfangs des 20. Jahrhundersts liess der neue Besitzer Carlos F. Keller das Haus zur opulenten Villa ausbauen und den Garten erneuern.<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besitzerwechsel<\/h3>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Jahrhunderten war das Gut Kr\u00e4merstein in b\u00e4uerlichem Besitz, bis es Peter Kaufmann 1722 an den Gardehauptmann Joseph Ludwig Meyer verkaufte. Im Jahr 1781 kaufte der Florettseidenunternehmer Balthasar Falcini die Liegenschaft. 1786 wurde das Herrenhaus im sp\u00e4tbarocken und klassizistischen Stil errichtet und im Laufe der Zeit mehrmals renoviert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Keller und seine Sammlung<\/h3>\n\n\n\n<p>1906 kaufte der Winterthurer Kaufmann und brasilianische Honorarkonsul Carlos Keller die Liegenschaft. Er liess das Her\u00adrenhaus in neubarocker Form umbauen und aufstocken und die herrschaftliche Gartenanlage errichten. 1910 liess Keller das G\u00e4rtnerhaus und einige Jahre sp\u00e4ter das Pf\u00f6rtnerhaus erstellen. Im Jahr 1942 zog sein Sohn Philipp Keller im Kr\u00e4merstein ein. Er war ein leidenschaftlicher Sammler von Schiffsmodellen und \u00fcberliess bereits 1959 einen Teil seiner Sammlung dem Verkehrshaus der Schweiz. Er starb 1980 und vermachte dem Verkehrshaus neben Wertschriften, Bibliothek und Schiffsmo\u00addellen auch die Liegenschaft Kr\u00e4merstein. Mit einer Volksabstimmung beschloss die Gemeinde Horw am 21. M\u00e4rz 1982, die Liegenschaft zu erwerben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Park bleibt \u00f6ffentlich<\/h3>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1984 zog das Medienausbildungs\u00ad zentrum (MAZ) nach einer umfassen\u00ad den Renovation in die Villa Kr\u00e4merstein ein. Nach dem Auszug des MAZ und verschiedenen Zwischennutzungen konnte f\u00fcr das Jahr 2020 ein neuer Mieter gefunden werden. Die Apeiron Holdings AG wird nach Modernisierungen in Absprache mit der Denkmalpflege das Geb\u00e4ude voraus\u00ad sichtlich im Herbst 2020 beziehen. Die \u00f6ffentliche Nutzung des Parks im bisherigen Rahmen und eines Teils der Villa ist weiterhin gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p><em><strong>Das Haus am See<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Im Park der Villa Kr\u00e4merstein steht direkt am Ufer das \u00abHaus am See\u00bb. Der Riegelbau stammt urspr\u00fcnglich aus dem 18.\u2009Jahrhundert und wurde einst als landwirtschaftliches Nebengeb\u00e4ude und Gesindewohnung benutzt. Die Gemeinde Horw liess das Haus 1990 sorgf\u00e4ltig restaurieren und \u00fcbergab es einer Stiftung. Diese vermietet die Wohnung an Inte\u00adressierte, welche k\u00fcnstlerisch oder wissenschaftlich t\u00e4tig sind und f\u00fcr einige Wochen einen R\u00fcckzugsort suchen.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Steinibachried: Gesch\u00fctzt und bedr\u00e4ngt<\/h2>\n\n\n\n<p>1963 unternahm der Horwer Gemeinderat erste Anstrengungen, um das Steinibachried in der Horwer Bucht als Naturschutzgebiet zu erhalten. 1972 erliess der Luzerner Regierungsrat \u00fcber das Gebiet eine Schutzverordnung.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von nationaler Bedeutung<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Gebiet ist heute als Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung gesch\u00fctzt. Die unterschiedlichen Lebensr\u00e4ume des Steinibachriedes mit Grossseggenried, Zwischenmoor, Hochstaudenflur und Flachwasserzone mit dem Schilfg\u00fcrtel bieten Nahrungs- und Lebensgrundlage f\u00fcr eine grosse Vielfalt von Arten \u2013 unter anderem f\u00fcr 200 Vogelarten, die hier leben, br\u00fcten oder rasten. Hier finden auch rund 350 K\u00e4ferarten ihren Lebensraum. Im ausgedehnten Flachwasserbereich laichen neben anderen Fisch\u00ad arten auch Hechte und Weissfische. Das Steinibachried beherbergt seltene und gef\u00e4hrdete Arten wie den Teich- oder Fadenmolch oder Pflanzen wie das zierliche Wollgras. Ein Schutz- und Pflegekonzept bildet die Grundlage f\u00fcr Pflegearbeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2277\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Steinibachried.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit 8,4 Hektaren ist das Steinibachried das gr\u00f6sste Ried am Vierwaldst\u00e4ttersee und gilt als Flachmoor von nationaler Bedeutung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Starker Nutzungsdruck<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Schutzgebiet ist einem starken Nut\u00adzungsdruck ausgesetzt: Das Seebad, der Campingplatz, die Sport- und Leichtathletik\u00ad anlage, Wohngebiete und die Winkelstrasse ums\u00e4umen das Steinibachried.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gwen Bessire, Ressortleiterin Natur- und Umweltschutz Gemeinde Horw<\/em><\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Buholzerschw\u00e4ndi, die Perle am Pilatus<\/h2>\n\n\n\n<p>Die \u00abBuzi\u00bb, wie sie von vielen Horwern liebe\u00ad voll genannt wird, ist ein besonderer Ort am Pilatushang. Die Aussicht und das Hochmoor auf einer H\u00f6he von rund 1000 Metern \u00fcber Meer machen die Buholzerschw\u00e4ndi zu einem begehrten Ausflugsziel.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<p>Die Wanderer kommen meist vom Schwendelberg her. Auf der \u00abBuzi\u00bb erwartet sie ein Brunnen mit Quellwasser und eine sch\u00f6ne Feuerstelle. Die Aussicht in Form eines Halb\u00adrundbildes reicht von der Luzerner Landschaft \u00fcber die Stadt Luzern, die Horwer Halb\u00adinsel und den Vierwaldst\u00e4ttersee bis weit in die Berge von Schwyz, Uri und Unterwalden. Am Sonntag ist die H\u00fctte bewirtschaftet. Es werden Tee und eine w\u00e4hrschafte Suppe angeboten. Viele Wege f\u00fchren weiter am Pilatushang, so zum Beispiel zur Krienseregg und Fr\u00e4km\u00fcntegg. Wer in Richtung Sch\u00f6nenboden\u00ad geht, kommt an der Roteflue, einem der h\u00f6chsten Punkte der Gemeinde Horw, vorbei, die mit ihrer einzigartigen Aussicht die Buholzerschw\u00e4ndi noch \u00fcbertrifft.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Woher kommt der Name?<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Gebiet und die Geb\u00e4ude geh\u00f6ren der Korporation Horw. Der Name Buholzerschw\u00e4ndi l\u00e4sst sich leicht erkl\u00e4ren: Buholzer ist eines der elf Korporationsb\u00fcrgergeschlechter und Schw\u00e4ndi wurde eine Stelle genannt, wo der Wald ausgereutet (abgeholzt) wurde. Vor einigen Jahrzehnten, als die Zufahrtsstrasse noch nicht bestand, wurde das Holz mit einer Seilbahn ins Breitried transportiert.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Treffpunkt mit Tradition<\/h4>\n\n\n\n<p>Schon seit vielen Jahrzehnten hat die Korporation die H\u00fctte dem Skiclub Horw vermietet. Im September findet jeweils die traditionelle Schw\u00e4ndi-Chilbi statt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Naturschutz<\/h4>\n\n\n\n<p>Zum Schutz des Moors wurde der Weg verlegt. Dass dem Naturschutz in diesem Gebiet\u00ad mehr Bedeutung zukommt, zeigt sich auch am neu errichteten Schutzgebiet f\u00fcr das Auerhuhn in der N\u00e4he der \u00abBuzi\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw<\/em><\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Horwer Halbinsel: Leben f\u00fcr das gr\u00fcne Juwel Die Halbinsel ist eine gr\u00fcne Oase. Wiesen und W\u00e4lder pr\u00e4gen das Landschaftsbild. Das ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Wenig fehlte und die Halbinsel h\u00e4tte heute das Gesicht der Z\u00fcrcher Goldk\u00fcste. H\u00e4tte. Der Verein Pro Halbinsel opponierte mit Erfolg und tut es heute noch. \u00abWohnraum f\u00fcr 39&#8217;000 Einwohner!\u00bb So lautete die Vision des Gemeinderates. Sie war im ersten Bau- und Zonenreglement 1969 festgehalten. Das Reglement sah einen Bauzoneng\u00fcrtel von 200 bis 500 Metern Breite ent\u00adlang des ganzen Seeufers vor, der mittels einer H\u00f6henstrasse h\u00e4tte erschlossen werden sollen. H\u00e4tte, denn dazu ist es nie gekommen, obwohl die Horwer Stimmb\u00fcrger dem Reglement am 1. Juni 1969 zugestimmt hatten. Linie 21: Ortsverein pr\u00e4gt Halbinsel Ein weiterer Verein, der die Halbinsel wesentlich mitgepr\u00e4gt hat, ist der Ortsverein Kastanienbaum\/St. Niklausen. Der Verein wurde 1936 als Verkehrsverein Kastanienbaum\/St. Niklausen gegr\u00fcndet und hatte zum Ziel, die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Hotels auf der Halbinsel gegen\u00fcber der Gemeinde Horw zu vertreten. Der Verein setzte sich unter anderem f\u00fcr die Anbindung an den \u00f6ffentlichen Verkehr ein. Der erste Bus der Linie 21 fuhr 1959 ab der Wartegg nach Kastanienbaum. Wie Kastanienbaum zu seinem Namen kam Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert war die Edelkastanie rund um den Vierwaldst\u00e4ttersee ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Davon zeugen letzte Reste von Kastanienhainen und alte Bezeichnungen wie Chesteneweid, Chestenenw\u00e4ldli oder eben Kastanienbaum. Dieser Ortsname wird 1434 das erste Mal erw\u00e4hnt, was auf eine starke Verbreitung der Edelkastanie auf der Horwer Halbinsel zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Wie die Edelkastanie auf die Halbinsel kam und Kastanienbaum den Namen gab, erz\u00e4hlt die Sage von Kastanienbaum. Villa Kr\u00e4merstein: Vom Verkehrshaus abgekauft Der Name \u00abkremenstein\u00bb tauchte bereits 1505 in den Ratsprotokollen von Luzern auf. Wie alt der Name ist und woher er stammt, ist nicht bekannt. M\u00f6glicherweise landeten hier im Mittelalter Boote mit Marktfahrern (Kr\u00e4mern) aus den \u00abL\u00e4nderen\u00bb am nahen \u00abFehristad\u00bb, um zu Fuss weiter nach Luzern zu gelangen, bevor sich die F\u00e4hrrechte der F\u00e4hrleute im Horwer Winkel etablierten. Steinibachried: Gesch\u00fctzt und bedr\u00e4ngt 1963 unternahm der Horwer Gemeinderat erste Anstrengungen, um das Steinibachried in der Horwer Bucht als Naturschutzgebiet zu erhalten. 1972 erliess der Luzerner Regierungsrat \u00fcber das Gebiet eine Schutzverordnung. Buholzerschw\u00e4ndi, die Perle am Pilatus Die \u00abBuzi\u00bb, wie sie von vielen Horwern liebe\u00ad voll genannt wird, ist ein besonderer Ort am Pilatushang. Die Aussicht und das Hochmoor auf einer H\u00f6he von rund 1000 Metern \u00fcber Meer machen die Buholzerschw\u00e4ndi zu einem begehrten Ausflugsziel.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2445,"menu_order":3,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2486","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2486"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2486\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3445,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2486\/revisions\/3445"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}