{"id":2500,"date":"2023-03-22T16:12:33","date_gmt":"2023-03-22T16:12:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/?page_id=2500"},"modified":"2023-04-28T13:51:14","modified_gmt":"2023-04-28T13:51:14","slug":"genuss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/das-buch\/genuss\/","title":{"rendered":"Genuss"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Gastronomie im Wandel der Gesellschaft<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Kirche und Politik, Anl\u00e4sse und Vereine. Dies alles pr\u00e4gte das Dorfleben und formte eine Beizenkultur, die es heute nicht mehr gibt. Geschichten der Gasth\u00e4user R\u00f6ssli und Pilatus zeigen den Wandel exemplarisch auf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Karfreitag in den 1970er-Jahren. Die Glocken der Pfarrkirche laden zum Gottesdienst. Die Beizen sind sonst um diese Zeit schon lange ge\u00f6ffnet, nicht aber an hohen katholischen Feiertagen wie Karfreitag oder Bettag. \u00abWir durften nicht vor elf Uhr \u00f6ffnen, damit die Leute nicht vor der Kirche in die Wirtschaft gehen konnten\u00bb, erz\u00e4hlt Lisbeth Voegtli. Zusammen mit ihrem Mann Felix f\u00fchrte sie fast 40 Jahre lang das \u00abneue\u00bb Gasthaus R\u00f6ssli an der Kantonsstrasse. Sie hatten das R\u00f6ssli 1973 von ihren Eltern abgekauft, die zuvor 30 Jahre lang Besitzer des R\u00f6ssli waren. Heute f\u00fchrt Tochter Esther L\u00f6tscher-Voegtli die Beiz in dritter Generation.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"910\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-1024x910.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2215\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-1024x910.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-300x267.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-768x683.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-1536x1366.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1-800x711.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Hotel-Pilatus_1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Gasthaus Pilatus hatte \u00fcber Jahrzehnte eine grossz\u00fcgige Gartenwirtschaft zur Dorfstrasse hin.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Jassen verboten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die hohen Feiertage waren auch mit anderen Restriktionen verbunden. \u00abMusik und sogar Jassen waren an diesen Tagen verboten\u00bb, sagt Lisbeth Voegtli. Kaum war der Gottesdienst in der Pfarrkirche an Feiertagen oder Sonntagen aber zu Ende, str\u00f6mten die Menschen in die Wirtsh\u00e4user. \u00abAm Sonntag lohnte es sich, ge\u00f6ffnet zu haben. Dann kamen auch die Bauern in die Wirtschaft und deckten sich f\u00fcr die ganze Woche mit Rauch ein, das heisst mit Stumpen. Wir verkauften pro Sonntag eine ganze Schublade voll.\u00bb Bis Ende der 1950er-Jahre gab es im R\u00f6ssli keinen Ruhetag. Wie die meisten anderen Beizen hatte es t\u00e4glich ge\u00f6ffnet. \u00abSonst hiess es, die haben es nicht n\u00f6tig\u00bb, erinnert sich die ehemalige Wirtin. <a href=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Hotel-Pilatus_1.jpg\"><\/a>Das Gasthaus Pilatus hatte \u00fcber Jahrzehnte eine grossz\u00fcgige Gartenwirtschaft zur Dorfstrasse hin. <a href=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/gasthaus_eintracht_ca1938-scaled.jpg\"><\/a>Das Gasthaus Eintracht (Aufnahme von 1938) wurde auch \u00abPelzm\u00fchle\u00bb genannt. Es musste dem Ausbau der Autobahn weichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>N\u00e4he zur Kirche<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Dieselben Erfahrungen machten Franz und Anna K\u00fcnzli-Hartmann im Gasthaus Pilatus. 1957 hatten sie das Gasthaus von der Mutter von Franz \u00fcbernommen, die es 1925 gekauft hatte. \u00abWir haben \u00fcber Jahre t\u00e4glich 14 bis 16 Stunden gearbeitet\u00bb, erz\u00e4hlt Anna K\u00fcnzli-Hartmann. Sonn- und Feiertage waren besonders streng. \u00abDann hatten die Leute Zeit, in die Beiz zu gehen. Auch am Weissen Sonntag und an Ostern hatten wir immer voll.\u00bb Das Pilatus profitierte auch in anderer Hinsicht von der N\u00e4he zur Pfarrkirche. \u00abWir hatten sehr viele Hochzeiten und Leidessen mit bis zu 80 G\u00e4sten.\u00bb Gegen Ende ihrer Wirtezeit wurden solche Anl\u00e4sse seltener. \u00abEs lief immer schlechter. Die Leute nehmen heute im kleinen Rahmen Abschied und machen keine grossen Leidessen mehr.\u00bb Die r\u00e4umliche N\u00e4he zur Kirche war zudem mit einem \u00absch\u00f6nen Brauch\u00bb verbunden, wie es Anna K\u00fcnzli nennt: \u00abW\u00e4hrend rund 20 Jahren errichteten wir immer an Fronleichnam einen grossen Altar zur Kirche hin.\u00bb<a href=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Portra%E2%95%A0%C3%AAt_Ro%E2%95%A0%C3%AAssli_IMG_3758-scaled.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"645\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-1024x645.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2199\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-1024x645.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-768x484.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-1536x968.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-800x504.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-320x202.jpg 320w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938-700x441.jpg 700w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/gasthaus_eintracht_ca1938.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Gasthaus Eintracht (Aufnahme von 1938) wurde auch \u00abPelzm\u00fchle\u00bb genannt. Es musste dem Ausbau der Autobahn weichen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politik am Stammtisch<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Was sich ebenfalls ver\u00e4ndert hat: Das Milit\u00e4r benutzt den R\u00f6ssli-Saal l\u00e4ngst nicht mehr als Lager, und im R\u00f6ssli als traditionelle CVP-Beiz wird nicht mehr politisiert wie einst. \u00abDie CVP f\u00fchrte alle Versammlungen bei uns durch. Die Leute kamen und stellten Fragen, man hat sich informiert und ausgetauscht\u00bb, sagt Voegtli: \u00abHeute merkt man nicht mehr, dass eine Abstimmung ist.\u00bb Das erlebte auch Anna K\u00fcnzli so. Das Gasthaus Pilatus war die Beiz der Liberalen. Man politisierte, diskutierte \u2013 und war sich zuweilen uneinig. \u00abEinmal gerieten sich ein Konservativer und ein Liberaler in die Haare. Ich sagte dem Konservativen, er solle lieber ins R\u00f6ssli gehen.\u00bb Daraufhin beschwerte sich der Konservative beim Pfarrer, der Anna K\u00fcnzli zu sich zitierte. \u00abEr sagte mir, ich solle mich nicht in die Politik einmischen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:85% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2250 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Portra\u2560et_Ro\u2560essli_IMG_3758.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Lisbeth Voegtli, Anna K\u00fcnzli und Felix Voegtli im Gasthaus R\u00f6ssli.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rauch ist geblieben<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>An die Jahre 1960 bis 1965 erinnert sich Anna K\u00fcnzli gut. \u00abDamals nahm der Fremdenverkehr stark zu. Die Leute schauten zwar aufs Geld, wollten nach den Kriegsjahren aber etwas erleben.\u00bb Im Pilatus logierten viele Deutsche, Engl\u00e4nder und Italiener. Das Gasthaus war f\u00fcr lange Zeit auch die Herberge f\u00fcr Bauarbeiter der ersten Autobahn der Schweiz (vgl. Kapitel 1, \u00abAutobahn\u00bb). Solche Jahre sind Geschichte. Das Restaurant Pilatus bediente im Jahr 2000 die letzten G\u00e4ste. Den Hotelbetrieb f\u00fchrten Franz und Anna K\u00fcnzli-Hartmann bis 2007 weiter. Danach verkauften sie die Liegenschaft. Das R\u00f6ssli ist trotz allen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen noch immer Restaurant und Hotel, Vereinslokal und Treffpunkt \u2013 und die einzige Beiz in Horw, in der geraucht werden darf. Die Einf\u00fchrung des Rauchverbots ver\u00e4nderte die Beizenkultur \u2013 im Gasthaus Pilatus genauso wie im R\u00f6ssli. Lisbeth Voegtli kann dem Verbot auch Positives abgewinnen: \u00abDas R\u00f6ssli hat noch immer viele Stammg\u00e4ste. Und ich w\u00fcrde sagen, gerade weil es ein Raucherlokal ist.\u00bb <a href=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/hotel_sternen_1984_008_b5-scaled.jpg\"><\/a>So pr\u00e4sentierte sich das Hotel Sternen 1984. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde der Neubau eingeweiht. <a href=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-scaled.jpg\"><\/a>In den 1980er-Jahren herrschte im Hotel St. Niklausen Hochbetrieb, seit 2007 steht es leer.<br><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#eaeaea\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00c4LTESTES GASTHAUS<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Das Gasthaus zum R\u00f6ssli gilt als das \u00e4lteste Gasthaus der Gemeinde Horw. Das Tavernenrecht wurde erstmals 1535 festgehalten. Das \u00abalte\u00bb R\u00f6ssli stand auf einem kleinen H\u00fcgel am s\u00fcd\u00f6stlichen Ende des H\u00e4userkomplexes um die Pfarrkirche und war ein zweist\u00f6ckiger Holzbau mit einer angebauten Sch\u00fctzenlaube. In einer M\u00e4rznacht 1885 brach ein Brand aus, dessen Ursache ungekl\u00e4rt blieb. Zwei Menschen starben. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde das neue Gasthaus R\u00f6ssli am heutigen Standort an der Kantonsstrasse erbaut. Das Metallschild mit dem weissen R\u00f6ssli, das \u00fcber dem Eingang h\u00e4ngt, ist das Einzige, das vom alten R\u00f6ssli geblieben ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#eaeaea\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">AUSBILDUNG STATT HEUB\u00c4DER<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Das Kurheim St. Chrischona war w\u00e4hrend rund 30 Jahren der wichtigste Hotelbetrieb auf der Halbinsel. Der Kurort wurde 1959 er\u00f6ffnet und wurde bis 1987 durch die Diakonissen der Schwesternschaft St. Chrischona betrieben. Die G\u00e4ste waren zu t\u00e4glichen Andachten und zum Gottesdienst am Sonntag eingeladen. Sie erholten sich mit \u00e4rztlicher Betreuung und entspannten sich in Heub\u00e4dern. Oder wie es in der Hausordnung hiess: \u00abM\u00f6gen Ihnen die Tage der Stille Hilfe und Erquickung bringen f\u00fcr Leib und Seele!\u00bb Seit 1997 werden im ehemaligen Kurheim Hotelfachleute, Touristiker und Event Manager ausgebildet. Das International Management Institute (IMI) ist in Schweizer Familienbesitz und geh\u00f6rt weltweit zu den Top 12 der Hotelfachschulen. Rund 8&#8217;000 Studierende aus aller Welt haben ihre Berufsausbildung in Horw abgeschlossen. Jedes Semester beginnen rund 200 Studierende einen Lehrgang, der dank Kooperationen auch international anerkannte Bachelor- und Masterabschl\u00fcsse im Fachgebiet erm\u00f6glicht. Eigent\u00fcmerin der Liegenschaft ist die AWS Chrischona AG in Luzern.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"649\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-1024x649.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2214\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-1024x649.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-300x190.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-768x487.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-1536x974.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-800x507.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5-320x202.jpg 320w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hotel_sternen_1984_008_b5.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">So pr\u00e4sentierte sich das Hotel Sternen 1984. Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde der Neubau eingeweiht.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"715\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-1024x715.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2167\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-1024x715.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-768x536.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-1536x1073.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980-800x559.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bild_20_hotel_st_niklausen_dickiwald_1980.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Hotel St. Niklausen im Jahr 1980.<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#eaeaea\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Restaurants und Hotels mit Tradition<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Heute in Betrieb<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>R\u00f6ssli:&nbsp;<\/strong>\u00c4lteste Wirtschaft von Horw, Tavernenrecht seit 1535. Hotel und Restaurant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seehotel Sternen:&nbsp;<\/strong>Tavernenrecht seit 1643. Eng mit der Geschichte des F\u00e4hrbetriebs verbunden, da es im Winkel bis zum Bau der Br\u00fcnigstrasse 1860 einen regen Schiffsbetrieb gab. Mehrfache Um- und Anbauten. 1973 \u00dcbernahme durch die Korporation Horw. 1986 Er\u00f6ffnung des Neubaus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Seehotel Kastanienbaum:&nbsp;<\/strong>1871 er\u00f6ffnet, bis 1874 nur Sommerwirtschaft, danach das ganze Jahr offen. 1901 zu einem \u00abmodernen\u00bb Hotel umgebaut. In den 1980er-Jahren neu gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waldegg:&nbsp;<\/strong>Konzession seit 1874 (zuvor die \u00abFischerh\u00fctte\u00bb). 2014 zum Boutique-Hotel erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Restaurant Schwendelberg:&nbsp;<\/strong>Bauernhaus um 1790 erbaut. Ab ca. 1904 Luftkurort und Sommerwirtschaft, 1977 Er\u00f6ffnung des heutigen Berggasthauses.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nicht mehr in Betrieb<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Hotel St. Niklausen:&nbsp;<\/strong>1875 als Sommerwirtschaft er\u00f6ffnet. 1907 zu Hotel und Pension umgebaut. Seit 2007 geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Restaurant Eintracht in Ennethorw:&nbsp;<\/strong>Ab 1863 mit Pintenschenkrecht, ab 1865 mit Wein- und Speisewirtschaftsrecht. 1994 abgebrochen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hotel Waldhaus Oberr\u00fcti:&nbsp;<\/strong>1874 als Mostwirtschaft f\u00fcr die Sommermonate konzessioniert, 1895 als Restaurant. Unterhielt neben Hotelbetrieb einen Reitstall, Tennispl\u00e4tze und ein Schwimmbad. Seit 2003 nicht mehr in Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gasthaus zum Pilatus:&nbsp;<\/strong>1897 er\u00f6ffnet, bis 2000 Pension und Restaurant, danach bis 2007 nur noch Hotel. 2002 unter Denkmalschutz gestellt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<\/div><\/details><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Optimales Mikroklima f\u00fcr Rebberge<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wuchsen zwischen Langensand und Bachtel Reben, aus denen Wein gekeltert wurde. Der erste Weinberg Horws soll sich aber beim Steinbruch im Winkel befunden haben. Auf der Halbinsel herrschte allerdings bis in die zweite H\u00e4lfte des letzten Jahrhunderts die Obstkultur vor, dann wurde sie in einzelnen Gebieten durch den Weinbau ersetzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"lightweight-accordion\"><details><summary class=\"lightweight-accordion-title\"><span>Weiterlesen<\/span><\/summary><div class=\"lightweight-accordion-body\">\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weingut Rosenau<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>1963 liess Fritz Rieder auf dem Gel\u00e4nde der damaligen G\u00e4rtnerei als zweiten Rebberg im Kanton Luzern eine Hektare Rebst\u00f6cke der Sorten Pinot Noir und Riesling-Silvaner pflanzen. Der junge gelernte Winzer Toni Ottiger konnte den Rebberg im Jahr 1981 pachten. Die Rosenauer Trauben wurden damals in Gelfingen gekeltert, denn dort hatte Toni Ottiger bis 1999 eine zweite Hektare Rebland und einen Keller gepachtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2254\" srcset=\"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Rosenau.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Familie Ottiger lebte fast 30 Jahre im hellroten Haus \u00fcber dem Rebberg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausbau des Rebbergs<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Verkauf der Rosenauer Weine fand im hellroten Haus \u00fcber dem Rebberg statt, wo Toni Ottiger mit seiner Familie fast 30 Jahre wohnte. Nach und nach konnte er Land dazu pachten und den Rebberg auf etwas \u00fcber 7 Hektaren vergr\u00f6ssern. Dank strenger Ertragsregulierung und einer sorgf\u00e4ltigen Kelterung erlangten die Weine \u00fcber die Region hinaus eine gewisse Bekanntheit. Im Jahre 2000 wurden die R\u00e4ume der Mosterei R\u00fcttimann in St. Niklausen gemietet und zur Kelterei umgebaut. Der Verkauf der Weine findet seit 2010 in der Spissen-Scheune statt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rebberg Sonnenrain<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neben dem Weingut Rosenau hat es im Gebiet Niederr\u00fcti einen weiteren Rebberg, der von Heidi und Walter Deschwanden bewirtschaftet wird. Der Rebberg Sonnenrain besteht seit 2011 und ist 104 Aren gross. Hier werden Gamaret und Riesling-Silvaner gekeltert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ursula Rohrer Ottiger, Weinbau Ottiger, und Benno Zumoberhaus, Gemeindearchivar Horw<\/em><\/p>\n\n<\/div><\/details><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gastronomie im Wandel der Gesellschaft Kirche und Politik, Anl\u00e4sse und Vereine. Dies alles pr\u00e4gte das Dorfleben und formte eine Beizenkultur, die es heute nicht mehr gibt. Geschichten der Gasth\u00e4user R\u00f6ssli und Pilatus zeigen den Wandel exemplarisch auf. Ein Karfreitag in den 1970er-Jahren. Die Glocken der Pfarrkirche laden zum Gottesdienst. Die Beizen sind sonst um diese Zeit schon lange ge\u00f6ffnet, nicht aber an hohen katholischen Feiertagen wie Karfreitag oder Bettag. \u00abWir durften nicht vor elf Uhr \u00f6ffnen, damit die Leute nicht vor der Kirche in die Wirtschaft gehen konnten\u00bb, erz\u00e4hlt Lisbeth Voegtli. Zusammen mit ihrem Mann Felix f\u00fchrte sie fast 40 Jahre lang das \u00abneue\u00bb Gasthaus R\u00f6ssli an der Kantonsstrasse. Sie hatten das R\u00f6ssli 1973 von ihren Eltern abgekauft, die zuvor 30 Jahre lang Besitzer des R\u00f6ssli waren. Heute f\u00fchrt Tochter Esther L\u00f6tscher-Voegtli die Beiz in dritter Generation. Optimales Mikroklima f\u00fcr Rebberge Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wuchsen zwischen Langensand und Bachtel Reben, aus denen Wein gekeltert wurde. Der erste Weinberg Horws soll sich aber beim Steinbruch im Winkel befunden haben. Auf der Halbinsel herrschte allerdings bis in die zweite H\u00e4lfte des letzten Jahrhunderts die Obstkultur vor, dann wurde sie in einzelnen Gebieten durch den Weinbau ersetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2445,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2500","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2500"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2500\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3455,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2500\/revisions\/3455"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.horwimwandel.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}